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Ski 2008    

Gerade eine Woche Schulalltag lag hinter uns als es hie  auf nach Italien, auf nach Südtirol, auf ins Skigebiet Plose bei Brixen (Bressanone).

Als wir am Abend des 6. Januar am Treffpunkt, der MS Klingenberg, ankamen stand unser Bus schon bereit. Alle waren pünktlich gekommen und so konnte unser Gepäck (Taschen und Ski) in den Anhänger geladen werden. Nachdem wir uns von den Eltern verabschiedet und im Bus unsere Plätze eingenommen hatten, starteten wir gegen 20:45 Uhr in Richtung Autobahn. Diese enterten wir in Siebenlehn um sie in Hartenstein schon wieder zu verlassen. Wir mussten in Aue noch eine weitere Gruppe aufnehmen, die ebenfalls nach Südtirol zum Skifahren wollten. Über die Nachtfahrt gibt es wenig zu berichten. Jeder hat sie nach eigenem Ermessen verbracht, geschlafen hat wohl jeder nur wenige Stunden.

Gegen Morgen passierten wir Innsbruck und machten noch vor dem Brennerpass eine längere Pause. Weiter ging es dann auf der Autobahn bis Sterzing. Dort fuhren wir ab um die Gruppe aus Aue zu ihrem Quartier zu bringen. Diese Aktion kostete natürlich nicht wenig Zeit und so wurde es fast 11:00 Uhr, bis wir an unserer Pension, dem Bacherhof in Albeins ankamen. Um 12 Uhr wurde das Mittagessen klar, dass es in Italien Pasta gibt im Speiseraum der Pension eingenommen.

Herr John, der mit dem eigenen PKW früher angereist war, hatte schon viele Vorabsprachen im Skigebiet getroffen und Busfahrkarten organisiert. Wir konnten mit denjenigen Kindern, die Skier, Schuhe und Helme ausleihen wollten bereits am Samstag die Ausleihe vollziehen. Die in der Pension verbliebenen Kinder und Erwachsenen erkundeten den Ort und mögliche Einkaufsgelegenheiten. Das Abendessen in der Pension wurde immer als 2-Gang-Warmgericht eingenommen.

Der Sonntag begann (wie alle folgenden Tage) mit dem Wecken um 6:45 Uhr, Frühstück um 7:15 Uhr und Abfahrt mit dem Skibus um 8:15 Uhr. Wir hatten einen eigenen Bus zur Verfügung, der uns von Albeins direkt bis zur Talstation der Gondelbahn brachte und uns von dort nachmittags um 16:00 Uhr wieder direkt bis Albeins zurückfuhr

Die Gruppen der fortgeschrittenen Skifahrer nutzten gleich die Gondelbahn, um auf die Plose aufzufahren, unsere Anfängergruppe machte an einem kleinen Rutschhang unter Leitung von Herrn Schönfeld und Herrn Massi die ersten Fahrversuche. Durch eine grosszügige Unterstützung des Fördervereins der MS Klingenberg in Form von Geld konnte für den ersten Skitag unserer Anfänger ein Skilehrer bestellt und gemietet werden. Marcus, so hie er,

hat dann fr 2 x 2 Stunden diese Gruppe betreut und die ersten Kurven mit ihnen gezogen. Das Mittagessen (auch immer Warmgericht) wurde auf dem Berg im Restaurant sStbele eingenommen. Dort trafen sich immer alle Gruppen und natürlich wurde schon stolz über Erreichtes berichtet, über Stürze gelacht und festgestellt, dass Skifahren ganz schön anstrengend sein kann. Die Gruppen, die auf der Plose unterwegs waren, fuhren an diesem Tag in den Wolken mit teilweise schlechter Sicht umher. Meist wurden die etwas tiefer liegenden Pisten genutzt um sich am ersten Tag wieder einzufahren.

Die folgenden Tage erwartete uns immer Kaiserwetter  blauer Himmel, Sonnenschein, Temperaturen etwas unter dem Gefrierpunkt und breite, bestens präparierte Pisten. Durch die Weitläufigkeit dieses Skigebietes verteilten sich die Skifahrer so sehr, dass wir manchmal eine Strecke für uns allein hatten. Für die Grossartigkeit diese Skigebietes spricht auch noch das Panorama ringsherum. Im Westen und Norden der Alpenhauptkamm und nach Süden die Anfänge der Dolomiten, die Geislerspitzen im Vordergrund mit Blick bis hin zum Massiv der Sella.

Täglich wurde nun in den einzelnen Gruppen an der Fahrtechnik gefeilt um sie zu verbessern, die einzelnen Pisten ausprobiert und das Fahren in der Gruppe bis hin zum Formationsfahren gebt. Unsere Neulinge eroberten mit 2545 m Höhe die höchste Stelle des Skigebietes und waren darauf natürlich sehr stolz. Nach oben brachte sie wohl der Lift  herunter ging es aber über durchaus schon steile Abfahrten mit den Skiern.

Am Dienstag Nachmittag erwartete sie noch eine besondere Herausforderung die Trametsch, eine 6 km lange Waldabfahrt der schwarzen (und damit schwersten) Kategorie. Abschnittsweise und langsam, mit wenigen Stürzen, wurde diese Abfahrt von allen gemeistert. Eine tolle Leistung fr den 3.Tag auf Abfahrtsskiern.

Am Nachmittag des 4. Tages gab es das traditionelle Riesentorlaufrennen. Herr John und Herr Massi sorgten durch privates Sponsoring dafür, dass die Strecke durch Skilehrer professionell und extra fr uns abgesteckt und abgesperrt wurde. Die anspruchsvolle Strecke war diesmal recht lang und damit selektiver als in den vergangenen Jahren. Jeder gab sich, seinen Fähigkeiten entsprechend, die grösste Mühe, den Kurs ohne Auslassen eines Tores so schnell und sicher herunterzufahren wie möglich. Dies gelang allen !

Leider wurde dann während der Talabfahrt Maria von der Trametsch abgeworfen, der Skihelm verhinderte Schlimmeres. Noch am gleichen Abend fuhren Herr John, Frau Konnopka und Stefanie mit Maria nach Brixen in das Krankenhaus. Die dortige Untersuchung ergab ausser einer leichten Prellung keine weiteren Verletzungen.

Am letzten Tag, dem Tag des Spass- und Freudefahrens stand auf dem Weg zur Mittagspause unserer Lisa S. ein Skiständer beim Einkehrschwung im Weg. Der Anprall war nicht sehr heftig, das Metall allerdings etwas widerstandsfähiger als der Arm. Nach Vorstellung in der Rettungsstelle an der Bergstation war es wieder Herr John, der ohne Zögern (damit war fr ihn das Skifahren pass) mit Nicole, Sylvia und Lisa sofort den vom Vortag bekannten Weg nach Brixen nahm. Dort mussten sie 3 Stunden warten, bis Lisa mit gerichteter Elle und Speiche (beides gebrochen) und Gipsarm wieder mitgenommen werden konnte. Damit verzögerte sich die geplante, vorzeitige Abreise von Herrn John um Stunden. Er musste aus beruflichen Gründen am Freitag Abend schon wieder nördlich von Berlin sein, deshalb war er mit dem Privat-PKW vor Ort gewesen. An dieser Stelle ein ganz grosses Kompliment und Dankeschön an ihn.

Trotz dieser beiden nicht sehr glücklichen Ereignisse haben wir alle sehr schöne Tage in Südtirol verbracht. Schülerinnen und Schüler, die sich in der Schule nur vom Sehen kannten, schlossen Freundschaften. Kameradschaften bildeten sich heraus, gegenseitige Achtung und Hilfsbereitschaft stand im Vordergrund - ein schöner und wunderbarer Nebeneffekt unserer Skisportwoche in Südtirol. Mit dem Gruppenfoto vom letzten Tag (dort sind alle noch dabei) möchte ich mich bei euch Kindern für die Pünktlichkeit und Disziplin und bei allen mitgefahrenen Erwachsenen (noch nicht namentlich erwähnt wurden Herr Runge und Herr Illgen) fr die tadellose Mitarbeit und Betreuung in dieser Woche bedanken und diesen Bericht beenden.

Dieter Kripahle

(Organisation)

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